Freitag

du hast satans schiff bestiegen und nimmst jeden felsen mit um zu sinken.
unter wasser hört man die schreie nicht. schwarze löcher umrandet von spröden hautlappen, die sich vergeblich öffnen und schließen.
du genießt die stille.
vergiss nicht,das sie dich auch nicht hören.
ich kann dich nicht hören.
unter wasser bist du blind auch wenn du sagst,dass du sehen kannst.
du bist atemlos.
du brauchst sauerstoff.
du versuchst dich davon zu überzeugen gegen sie kämpfen zu können.
die fluten werden stärker sein.
und was heute noch nordsee ist,wird ostsee sein.
wenn ich dich finde,wirst du identitätslos sein.
gib dich nicht auf.
irgendwo in dir ist dieser teil,der noch nicht vergessen hat.
du musst nur das lenkrad ergreifen und das schiff zurück an land retten.
nur an land kannst du scheinen.
du kennst mich,früher oder später werde ich dir hinterher schwimmen.
ist es dein wille uns ertrinken zu sehen?





Dienstag

heute bin ich allgäuer. eigentlich bin ich immer allgäuer.
vielleicht werde ich von meiner katze gefressen,vielleicht auch nicht.
durch löcher kommt nicht nur kälte. fand die erkenntnis heute ziemlich überraschend.
ich schaffe es momentan zu begreifen,dass ich menschen etwas bedeute.
ich glaube,ich finde das ziemlich belastend.
aber ich kann mich darüber nicht äußern,weil es mir eigentlich egal ist.
oder?
es tut mir nicht weh und es tut mir auch nicht gut.
oder?
ich möchte mir wehtun und das meine ich äußerst gut.
für die zukunft wünsche ich mir eine scheibe butterkäse zu sein.

Sonntag



heute habe ich an jedem baum gehangen,der mir erlaubte meine last bei seinen wurzeln zu begraben.
das sonnensystem hat meine limbischen verhaltensweisen außergefecht gesetzt und das universum auf mich einprügeln lassen. ich hab ihm versichert,dass das nicht nötig wäre aber es wollte mir nicht glauben.
ich assoziiere suchtmittel mit meiner selbst,obwohl ich nicht drauf bin.
mein ich hat mir erzählt,dass es mich versklaven und nie wieder zurückkommen wird.
ich kann es ihm nicht verübeln. an seiner stelle hätte ich wohl dasselbe getan.
kommunikation ist entbehrlich.
du tust mir in normalen konversationen so sehr weh,dass ich jedes mal auf ewig schweigen möchte.
andere reden gar nicht mit mir.
ich glaube,ich kann mich dazu nicht äußern.
ich bin einfach ziemlich leer und hab jede menge fuck zwischen meiner großhirnrinde und den stirnlappen.
im prinzip ist es mir nicht egal,aber wenn ich so drüber nachdenke tut es mir nicht weh und auch nicht gut.
im prinzip hab ich mich heute gefreut,dass ich mich im gegensatz zu dir weiter entwickelt habe,aber dann hab ich angefangen zu schreiben und komme mir jetzt wieder verrückt vor.
spricht aber nicht gegen meine weiterbildung und deine krankhafte standhaftigkeit in einer unausstehlichen persönlichkeit.
selbstreflexion ist schon ein interessantes,amüsantes thema.
und das ich mir in jedem satz beinahe aus trotz selbstwiderspreche verkompliziert alles für mich.
ich bin komplett übermannt von dieser einsamkeit und zwanghaft auf der suche nach erlösung.
hatte bei sowas nie glück,aber wer hat heutzutage schon freunde.
drogen machen komische dinge mit menschen.