Montag

manchmal wenn ich ihre gesichter sehe,sehe ich in mein gesicht und dann wünsche ich es mir zurück. und manchmal wenn ich in ihre seelen schaue,sehe ich meine seele und verstehe nicht welchen sinn das hat.
ich kann sie nicht alle retten. ich kann dich vielleicht nicht retten. und wenn ich dich nicht rette kann, heißt das irgendwie,dass ich auch nicht überlebe. warum sollte ich es schaffen und du nicht?
meine psyche beschwert sich nicht mehr. ich träume. und wenn ich aufwache komm ich aus diesem traum nicht mehr raus und philosophiere darüber warum ich so anders bin.
du bist ein schlechter mensch,vielleicht ist es besser wenn du verschwindest.
niemand sollte verschwinden.

Freitag

die trockene depressive.
ich muss aufpassen,muss orte meiden,bestimmte interpreten,ein bestimmtes leben.
doch manchmal muss man sich ein wenig melancholie gönnen.
warum sollte ein trockener alkoholiker nicht auch gelegentlich wieder am gläschen nippen? nur um in alten erinnerungen zu schwelgen.
manchmal wünschte ich mir wieder dieses mädchen zu sein.
sich unerreichbar fühlen,unvergesslich. doch die illusion zerspringt. war ich genauso? war ich nicht schöner in dem was ich tat? war ich nicht schön,damals in der nische des versifften klos? war ich nicht schön in meinem verschwommenem spiegelbild?
manchmal möchte ich wieder die sein über die geredet wird. die,die  für das was sie tat verurteilt und gleichzeitig bewundert wurde. denn ich glaube fest daran,ich war schön.
war es nicht eher mutig als verzweifelt wer ich war?
ich habe wieder von dir geträumt. ich kann es niemanden erzählen,weil niemand verstehen würde was ich für dich empfunden habe. es war einfach nur falsch und ekelhaft. und sie haben recht. aber war da nicht noch mehr als pures blind sein? ich weiß selbst nicht,was mich festhält. auf eine weise hasse ich dich und will,dass du mir die verschwundene zeit sekunde um sekunde zurückzahlst. aber auf eine andere weise hasse ich dich einfach nicht.
sollte ich euch nicht sowieso alle hassen? ist es nicht das was meine persönlichkeitsstörung verlangt?

das ist wohl die andere seite.
die andere seite ist,dass ich mich momentan unglaublich dahinter hänge intelligent zu sein. verzweifelt versuche diese zukunftsängste und minderwertigkeitskomplexe auszulöschen. verzweifelt versuche jemand zu sein.

ich entschuldige mich für diesen fotz. und wer auch immer dies und grad dabei ist eisern zu beenden bitte ich das eben gelesene so schnell wie möglich seinem hypothalamus als unwichtig vorzustellen. vielen dank.

Montag

ich werde nicht aufgeben. ich habe noch nie aufgegeben.  ich bin einfach ein schlechter verlierer,denke ich.


'Cause we are the ones that want to play,

Always wanna go
But you never wanna stay
And we are the ones that wanna choose
Always wanna play
But you never wanna lose

Aerials in the sky

When you lose small mind
You free your life

Life is a waterfall

We drink from the river
Then we turn around and put up our walls'




Freitag

während ich mich ausgrabe,gräbst du dich ein. schiebst das was dich liebt und braucht von dir weg. nur wenn du sie gehen lässt muss ich mitgehen. alle mücken werden elefanten und der dicke schwarze klumpen wird immer größer und verklebt dein herz. worte prallen gegen wände und ich eröffne eine fussel-farm. dann fängst du an dich zu ertränken. was erwartest du von mir? ich hab mich geändert,ich bin jetzt mehr und werde nie wieder zulassen,dass du mich mit dir ziehst. du schlägst um dich und ich stehe daneben,schlägst dich selbst und fällst. so sehr ich auch schreie,du wirst nie wieder aufwachen.



Mittwoch

'if i lay here. if i just lay here. would you lay with me and just forget the world.'- monkey's wusste keine antwort. ist auch egal,weil ich das grab jetzt gefunden hab. hab mir dann den spaten genommen und angefangen die ganze scheiße von mir runter zu schaufeln. liegen ganz schön tief diese knochen.
das aufstehen ist ein 'ich kotzt euch allen ins gesicht-gefühl' und das tut wirklich gut.
'solange man die schuld von sich wegschiebt ist man kind.'
father,i don't want to grow up.
liebe grüße,peter pan.



Dienstag

'wenn ich jemals die gelegenheit bekommen sollte jemanden umzubringen,dann wirst du es sein',dachte ich als es unter meinen fingern ruhte.
'fühlt sich an wie tiegefrorenes fleisch',rief einer.
'es ist tiefgefrorenes fleisch',erwiederte sie.
um mich herum nervöses gelächter.
dann platzte mein kopf.

Donnerstag




mein körper kämpft gegen mich.
ich hab halt keine zeit.
keine zeit zum essen,keine zeit zum trinken,keine zeit zum schlafen,keine zeit zum denken.
das ist in ordnung,denken fand ich noch nie besonders vorteilhaft und schlafen bringt auch nur ärger.
essen macht fett und trinken geht einfach unter,das muss nicht sein.
mir geht's jedenfalls gut,das heißt, dass mein körper nicht der meinung sein muss mir das licht auszuschalten. verdammte scheiße,was und wie ich 's auch mache,immer mach ich's falsch.
psyche und körper sollten ein duo bilden und sich nicht gegenseitig runterziehen.
erschieß mich.

Sonntag

meine augen brennen und mein hals schmerzt.
neue leute,neue eindrücke,neue emotionen,neue wörter,neue verhaltensweisen,neue namen,neue identität.
niemand weiß,dass ich ein monster bin und wenn ich es lange genug versteckt halte,verschwindet es vielleicht sogar ganz. denn ich fühle mich gesund und lerne gerne und esse,wenn ich hungrig bin und trinke,weil es schmeckt. ich habe kein bedürfnis nach marijuana oder speed oder kokain oder mdma oder pilzen oder lsd oder ecstasy oder heroin. ich schlafe ohne hilfsmittel und wache asugeschlafen auf. und das ist wirklich beängstigend.
es ist die ruhe vor dem sturm und jedes knacken lässt mich zusammenzucken,weil ich auf den angriff warte. es kann nicht einfach vorbei sein. das ist surreal. ich habe den finger am auslöser.

Freitag

du hast satans schiff bestiegen und nimmst jeden felsen mit um zu sinken.
unter wasser hört man die schreie nicht. schwarze löcher umrandet von spröden hautlappen, die sich vergeblich öffnen und schließen.
du genießt die stille.
vergiss nicht,das sie dich auch nicht hören.
ich kann dich nicht hören.
unter wasser bist du blind auch wenn du sagst,dass du sehen kannst.
du bist atemlos.
du brauchst sauerstoff.
du versuchst dich davon zu überzeugen gegen sie kämpfen zu können.
die fluten werden stärker sein.
und was heute noch nordsee ist,wird ostsee sein.
wenn ich dich finde,wirst du identitätslos sein.
gib dich nicht auf.
irgendwo in dir ist dieser teil,der noch nicht vergessen hat.
du musst nur das lenkrad ergreifen und das schiff zurück an land retten.
nur an land kannst du scheinen.
du kennst mich,früher oder später werde ich dir hinterher schwimmen.
ist es dein wille uns ertrinken zu sehen?





Dienstag

heute bin ich allgäuer. eigentlich bin ich immer allgäuer.
vielleicht werde ich von meiner katze gefressen,vielleicht auch nicht.
durch löcher kommt nicht nur kälte. fand die erkenntnis heute ziemlich überraschend.
ich schaffe es momentan zu begreifen,dass ich menschen etwas bedeute.
ich glaube,ich finde das ziemlich belastend.
aber ich kann mich darüber nicht äußern,weil es mir eigentlich egal ist.
oder?
es tut mir nicht weh und es tut mir auch nicht gut.
oder?
ich möchte mir wehtun und das meine ich äußerst gut.
für die zukunft wünsche ich mir eine scheibe butterkäse zu sein.

Sonntag



heute habe ich an jedem baum gehangen,der mir erlaubte meine last bei seinen wurzeln zu begraben.
das sonnensystem hat meine limbischen verhaltensweisen außergefecht gesetzt und das universum auf mich einprügeln lassen. ich hab ihm versichert,dass das nicht nötig wäre aber es wollte mir nicht glauben.
ich assoziiere suchtmittel mit meiner selbst,obwohl ich nicht drauf bin.
mein ich hat mir erzählt,dass es mich versklaven und nie wieder zurückkommen wird.
ich kann es ihm nicht verübeln. an seiner stelle hätte ich wohl dasselbe getan.
kommunikation ist entbehrlich.
du tust mir in normalen konversationen so sehr weh,dass ich jedes mal auf ewig schweigen möchte.
andere reden gar nicht mit mir.
ich glaube,ich kann mich dazu nicht äußern.
ich bin einfach ziemlich leer und hab jede menge fuck zwischen meiner großhirnrinde und den stirnlappen.
im prinzip ist es mir nicht egal,aber wenn ich so drüber nachdenke tut es mir nicht weh und auch nicht gut.
im prinzip hab ich mich heute gefreut,dass ich mich im gegensatz zu dir weiter entwickelt habe,aber dann hab ich angefangen zu schreiben und komme mir jetzt wieder verrückt vor.
spricht aber nicht gegen meine weiterbildung und deine krankhafte standhaftigkeit in einer unausstehlichen persönlichkeit.
selbstreflexion ist schon ein interessantes,amüsantes thema.
und das ich mir in jedem satz beinahe aus trotz selbstwiderspreche verkompliziert alles für mich.
ich bin komplett übermannt von dieser einsamkeit und zwanghaft auf der suche nach erlösung.
hatte bei sowas nie glück,aber wer hat heutzutage schon freunde.
drogen machen komische dinge mit menschen.